Regulierungen im ICO-Bereich – ein begrüssenswerter Schritt

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Warum Regulierungen im ICO-Bereich die ganze Branche professionalisiert und daher positiv betrachtet werden können.

Der 04. September 2017 wird in der Kryptowelt in Erinnerung bleiben. China verbietet ab diesem Tag sämtliche ICO’s. Dieser Schritt hat sich in den letzten Tagen bereits abgezeichnet und doch hat er die Szene hart erwischt. Die Auswüchse welche in den letzten Wochen und Monaten im Bereich der ICO’s entstanden sind, können für die gesamte Branche nicht nachhaltig sein. Bei einem ICO können beliebige Firmen welche noch nicht mal über ein existentes Produkt verfügen Geld sammeln und im Gegenzug Tokens lancieren. Millionen von Dollar sind jeweils in diese Tokens geflossen – vermehrt auch von Investoren aus dem chinesischen Raum. Diese Entwicklung hat bereits seit einiger Zeit die chinesischen Regulatoren auf den Plan gerufen. So ist im heute veröffentlichten Statement der PBOC (People Bankk of China) auch zu lesen, dass dieser nun angekündigte Schritt eines Verbotes auch einem möglichen Kontrollverlust der Regierung entgegenwirken soll.

Mit den Änderungen bei NEO (vormals Antshares) beispielsweise entstand erst Anfang August eine Kryptowährung, welche es erlaubt via Smart Contract eigene Kryptowährungen zu lancieren – ahnlich wie bei Ethereum. Und so wurde NEO auch als das Ethereum von China angesehen. Wichtig ist jedoch hierbei auch zu sehen, dass wir mit NEO nicht nur eine Digitalwährung für Smart Contracte haben, sondern einiges mehr dahintersteckt (snobchain berichtete).

Damit ein ICO nach erfolgreichem Durchführen auch längerfristig Erfolge vorweisen kann, muss sowohl das Produkt stimmen wie aber auch die Handelbarkeit der Token gegeben sein. Binance ist eine chinesische Kryptobörse und setzt genau an diesem Punkt an. Binance verfolgt eine Strategie, dass man durch bezahlen einiger Bitcoins an Binance vergleichsweise einfach mit der eigenen Digitalwährung gelistet wird. Solche Entwicklungen können für die dahintersteckende Blockchaintechnologie nicht förderlich sein, weshalb Regulierungen zu begrüssen sind. Denn mit Ausnahme von Spekulanten bringt es nämlich niemandem etwas, wenn das investierte Kapital bereits kurz nach einem ICO wieder abgezogen wird. Grundsätzlich könnte man ja auch die Meinung vertreten, dass die Welt überhaupt keine ICO’s braucht. Denn bereits heute existieren Venture Capital Firmen bei welchen Finanzexperten ein Startup bewerten, und anschliessend mit Geld versorgen oder eben nicht. Durch die Finanzierung via Tokensale (ICO) konnten nun Hunz und Kunz in ein Startup investieren. So etwas führt definitiv zu einer Blase und öffnet auch sogenannten Scamern alle Türen da oft nichtmal exakt festgestellt werden kann wer eigentlich hinter einem ICO steckt. Der erfahrene Investor wird natürlich argumentieren, dass jeder doof ist der in ein solches ICO investiert. Doch die Realität zeigt, dass die meisten Kleininvestoren wie die Hühner ins Feuer rennen und mit der Aussicht auf einen satten Gewinn jegliche Vernunft ausschalten.

Wie wir wissen, hat China auch schon den Bitcoin verboten um einige Zeit später diesen wieder zu legalisieren. Noch immer haben wir uns nach Kurstürzen aufgrund solchen Meldungen wieder prächtig erholt. Die Technologie welche dahintersteckt ist einfach zu wichtig.

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Brace Mueller

Mit Brace Mueller erlebst du den Einstieg in die Welt der Kryptowährungen von der Picke auf. Begleite Ihn auf dem Weg in die Welt der Blockchain. Sämtliche Texte sind gut verständlich - auch für Einsteiger.

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